Ludvik Glazer-Naudé:
Die Geschichte von Weihnachten

München: Pattloch 2010

www.pattloch.de 

ISBN 978-3-629-01481-8
28 Seiten * 12,95 € * ab 03 Jahre

 

 

 

 

Zwölf wird die Zahl seiner Jünger sein. Auf zwölf Doppelseiten wird die kurze Zeit um seine Geburt dargestellt, der Text aus dem Lukas-Evangelium stark gekürzt, sodass die Bilder mit den wenigen Menschen (und Engeln) mehr erzählen als das Wort. Jesus, Religionsstifter.

Jesus

Eine karge, leicht hügelige Landschaft in stumpfem Grün und vielen Brauntönen, dazu einige isoliert stehende Zypressen, die wie Zeigefinger in den mit leichten Wolken bedeckten Himmel ragen. Wir befinden uns in der Gegend, die wir heute Israel nennen. Die Menschen, die sich im Vordergrund der Bilder befinden und durch ihre zum Teil rote Kleidung deutlich (weil groß genug und weil komplementär) vom Hintergrund abheben. Um nicht allzu plakativ zu sein, tragen viele über ihrem langen Gewand eine Art Toga, zumeist in blauer Farbe, sowie ein Kopftuch, das durch einen Ring / ein ringförmiges dünnes Seil am Kopf gehalten wird.

Die Engel sind hellblaue Erscheinungen vor dem dunkelblauen Nachthimmel, die Hirten (sogar eine Frau ist dabei) zeigen wie zufällig alle in die gleiche Richtung: In Bethlehem muss wohl etwas Wichtiges geschehen sein.

Kein König tritt auf, wir bleiben bei den normalen Menschen, die sich alle nach rechts wenden, selbst die Engel, denn nach dorthin zeigt die Zukunft. Allein Maria mit ihrem Neugeborenen, die eine ganze rechte Seite einnimmt, schaut nach vorn, aus dem Buch heraus, durch einen leichten Silberblick aber keinen Betrachter anschaut. Den dadurch entstehenden leicht träumerischen Blick nimmt auch das Jesuskind auf. Die Haltung der Arme, Hände und Finger zitieren die großen (italienischen) Meister um 1500, das letzte Bild zeigt die betenden Hirten (auf der linken Seite), die aufschauen nach Oben der rechten Seite, auf der allerdings nichts zu sehen aus außer Landschaft und Himmel.

Da dürfen wir selber weiterdenken.

 

Ein etwas anderes Buch über die Geburt von Jesus, ziemlich abgespeckt von Nebenschauplätzen, ohne dass penetrant auf Jesus gewiesen wird.

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en