Gisela Kalow:
Mondbärchen

Oberursel: Kuse-Verlag

www.kuse-verlag.de

ISBN 978-3-9807616-0-4
28 Seiten * 15,00 € * ab 03 Jahre

 

 

 

 

Kind und Teddy und ein Apfel auf dem Weg zum Mond, denn dieser schickt einen Streifen Mondstaub als Einladung. Wer hat noch nie im Bett gelegen und davon geträumt, den Strahlen nach oben zu folgen und in ein kleines Abenteuer verstrickt zu werden, das spätestens dann endet, wenn man wieder aufwacht.

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Ein schönes Mondgesicht ist Gisela Kalow gelungen, fast wie zufällig einige dunkle Flecken im hellen, fleckigen Gelb, die doch deutlich ein Gesicht zeigen, in dem der weiße Junge und der rotbraune Bär deutliche Fremdkörper sind, auf Besuch eben.

Die Geschichte „Kind auf Besuch beim Mond“ ist nicht neu, aber die Autorin gibt ihr eine besondere Wendung, indem das Kind dem Mond ein Gastgeschenk mitbringt, einen Apfel. Kurz dürfen wir glauben, dass die Apfelkerne den Mond vielleicht verändern wird, aber da sind wir auf einer falschen Fährte. Es dreht sich wirklich nur darum, dass der Junge, genannt Bärchen und im Folgenden nicht größer als sein Stoffteddy, mit eben diesem auf der schmalen Bahn aus Mondstaub zum Mond kommt – und auch wieder zurück. Auf dem Hinweg gibt es noch drei Hindernisse, die zurück aber schnell überwunden werden.

Die Geschichte kommt zu Beginn nicht recht in Gang. Zunächst ist er „einladend nah [,] der volle Mond“, dann scheint der Weg zu ihm „weit – weit und gefährlich“, führt durch einen dunklen Wald, in dem die Beine der beiden Wölfe groß sind wie Bäume, durch ein Rabennest, in dem Mondbärchen mit seinem Teddy nicht größer sind als ein Gelege. Dass die Raben den Mondglanz begehren, ist verständlich, deutet einen Erzählstrang an, der dann aber doch nicht weiter verfolgt wird. Erst als die beiden oben sind, kopfüber auf dem Mond stehen, werden sowohl der Text als auch die Bilder „traumhaft“.

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en