Eric Battut & Géraldine Elschner:
Die zwei Dörfer

Zürich: Bohem Press 2010

www.bohem.ch

ISBN 978-3-85581-477-0
28 Seiten * 12,95 € * ab 03 Jahre

 

 

 

 

 

Eine Geschichte über die Menschen in zwei Dörfern, die verbohrt je nur an sich selbst denken und dabei doch unglücklich werden. Damit wäre alles ganz einfach – und ist es auch. Dann nämlich, als die Kinder die Sache in die Hand nehmen und das rote und das grüngoldene Dorf miteinander versöhnen.

Rot gegen Grün-Gold

Wahrscheinlich war es „schon immer so“: Die auf der einen Seite des Flusses wollen von denen auf der anderen einfach nichts wissen. Die Roten kümmern sich um ihre wunderschönen roten Äpfel, die grüngoldenen fahren ihre reiche Weizenernte ein. Nur manchmal da taucht ein Gedanke hier wie dort nach Apfelstrudel oder Apfeltaschen auf, aber dafür bräuchte man ja beides: Äpfel und Mehl.

Menschen mit Vorurteilen sind meistens auch noch dumm, und wenn nicht die Kinder die Sache in die Hand genommen hätten, wäre die gemeinsame Brücke wohl immer noch kaputt und niemand hätte jemals Apfelstrudel oder Apfeltaschen gegessen.

So plakativ die Geschichte, so farblich unterschiedlich die Bilder. Battut zeichnet mit dem Pinsel, sodass die Menschen eher Masken tragen als Gesichter. Sein grober Borstenpinsel hinterlässt ebensolche Spuren. Sein Himmel unterscheidet sich kaum von einem durch Sturm aufgewühlten Meer. Seine Sonne weiß nicht, auf welcher Seite sie stehen soll. So ist sie außen dunkelrot und innen dunkelgelb. Da nimmt er die Situation zwischen den Menschen auf: So kann es nicht weitergehen!

Am Ende dann sind die beiden Komplementärfarben ebenso fröhlich neben- und durcheinander wie die Menschen. Auf beiden Seiten gibt es beides, und auch die Bevölkerung scheint sich gemischt zu haben.

Es geht doch!

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en