David A. Carter:
Ein gelbes Quadrat

Aus dem Englischen von Uli Blume

Köln: Boje 2009

www.boje-verlag.de

ISBN 978-3-414-82214-7
9 Popup-Seiten * 24,95 € * ab 05 Jahre

 

 

 

 

Der Autor nennt sich „Papieringenieur“ und überrascht uns neunmal mit sehr aufwendigen Konstruktionen aus Papier, die sich zwischen den Seiten entwickeln, sich aufwärts recken, sich dabei drehen, verschlingen. Ein jeweils kurzer Text schafft die Verbindung schafft die Verbindung zwischen den Seiten: ein kleines gelbes Quadrat.

Kunst aus Papier

So einfach ist es denn doch nicht. Bereits das erste Objekt spielt mit uns. „Schlingen, die ringen, und ein gelbes Quadrat.“ steht in Silber auf dem schwarzen Grund. Die weißen sich umschlingenden Papierstreifen, die von einem Mittelfaden gehalten werden, alles stimmt, aber das Quadrat ist doch ein gelbes Rechteck, oder? Wie gesagt, Carter fordert uns bereits ganz zu Beginn, denn das Quadrat ist „aus zweiter Hand“.

So hält er es auch mit den anderen Objekten. Mal ist es ganz deutlich sichtbar, das kleine gelbe Quadrat, mal verbirgt es sich auf dem weißen Grund eines schiefen Turmes mit mehreren Etagen, ist Halter einer mehrfachen Spirale, die wir selbst erzeugen müssen oder in einer Öffnung, die wir mit einem Rad an der Seite unterfüttern können.

Einige Installationen erinnern an Künstler wie Miró, andere an Pop-Art. Was aber niemand bestreiten wird, ist, dass diese Buch selbst Kunst ist. Trotz der Fragilität ist darauf geachtet worden, dass selbst Kinderhände ab ca. 5 Jahren mit dem Buch umgehen können, es also nicht zerstören, sondern dem Auge vielmals die Chance geben, sich daran erfreuen.

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en