Peter Schössow:
Quark??!

Berlin: Tulipan 2009
www.tulipan-verlag.de
978-3-939944-23-2
24 S * 8,90 € * ab 4 J

 

 

 

 

Wer kennt das nicht? Des Nachts überkommt einen “ein kleines Hungergefühl”, Kindern vor, Erwachsenen oft nach dem Einschlafen. Hier ist es eine (menschliche) Ente, die bekanntermaßen nicht viel anderes sprechen kann als: “Quark”??! - mit leicht gehobener Stimme zum Schluss, halb Frage, halb Bitte um Hilfe. Doch das Haus ist leer wie die Stadt, die unsere Ente in der Nacht durchstreift - am Ende dann “erfolgreich”.

In jedem „Quark??!“ ein kleiner Hilferuf

Das kleine quadratische Buch ist in dunklen Braun-grau-Tönen gehalten. Schössow umrahmt die Flächen mit dickem Schwarz und füllt sie anschließend – eine typische Computerarbeit, die allerdings den hervorragenden Umgang mit dem Medium erkennen lässt. Seine Ente hat dicke Kugelaugen, einen kleinen Lidspalt geöffnet, hinter dem sich das Weiß des müden Auges zeigt. Der gelbe Schnabel ist leicht geöffnet und knitterig. Die Nacht draußen ist sternenklar und dennoch dunkel.

Unsere Ente schlafwandelt hinaus in die Welt, die ihr wohl immer unwirklicher wird, denn ihre Augen sind weit aufgerissen, während sie nacheinander in der Stadt diverse Orte besucht: Saal, Musikstudio, Naturkundemuseum, Theaterbühne (Wilhelm Tell wurde wohl gerade aufgeführt), Bibliothek, Gemäldemuseum mit diversen Hinweisen auf existierende berühmte Bilder, hier allerdings mit Entenmotiven.

Als sie eine Tür entdeckt, die ihr offenbar bekannt vorkommt, ist die Ente am Ziel ihrer Wünsche.

 

Eine kleine Geschichte, die mit zwei Textwörtern auskommt und ansonsten für sich spricht. So sollen Geschichten in Bilderbüchern sein!

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en