Ingo Arndt (Fotos) & Monika Lange (Text):
Im Moos ist was los!

Abenteuer Waldboden

Düsseldorf: Patmos 2009

www.sauerlaender.de

ISBN 978-3-7941-9161-1
32 Seiten * 12,90 € * ab 05 Jahre

 

 

 

 

Ein Sach-Foto-Buch über einige Kleintiere im Wald: Der Baum, so erfahren wir, lässt seine Blätter durch ein kleines System recyceln und zu fruchtbarer Erde verarbeiten, die ihm wiederum die Stoffe zum Wachsen und Weiterleben liefern. Das gelingt allerdings nur, wenn das Gleichgewicht im Wiederaufbereitungs-System stimmt, erhalten bleibt.

Schnecke, Assel, Regenwurm

Auf der linken Seite des fast quadratischen Buchs befinden sich jeweils ganzseitige Fotos, zumeist Nah- oder sogar Makroaufnahmen, die durch ihre Schärfe des Objekts bestechen und zugleich den Hintergrund unscharf und verschwommen darstellen. Die rechte Seite ist farbig unterlegt, ein Filmstreifen mit drei oder vier Bildern ist unter einem Motto (Kleine Kerle / Mist! / Auf der Baumrinde usw.) eingefügt.

Die zugefügten Texte sind zweispaltig abgedruckt und, auch wegen der deutlichen kurzen Absätze, eher kurze Bildunterschriften als eine zusammenhängende Erklärung. Da die Bilder sich aber deutlich unterscheiden, sind die Zuordnungen nicht schwierig.

 

Was wird gelernt? Der Waldboden erweist sich als vielfältig gestaltetes Ökosystem, auf dem der Tod nur kurze Verweildauer hat, dann werden seine Opfer schon umgewandelt, verarbeitet. Dabei sind die freundlichen Wesen selbst gefährdet, dienen den nächst größeren als Opfer. Das größte dargestellte Tier ist der tagscheue Dachs. Er gehört schon eher in die nächste Kategorie der Waldbewohner, der den Schnecken und Engerlingen das Leben schwer macht.

Eine Aufforderung, sich für dieses System einzusetzen, wird nicht ausgesprochen, aber es steht natürlich hinter dieser Darstellung. Wer versteht, wie sich das Kleine in das Kleine fügt, der achtet (vielleicht) darauf, dass keins der Kleinen ausgerottet wird.

 

 

 

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en