Jacques Duquennoy:
Adelbert lernt spuken

Aus dem Französischen von Nikolaus Chabroh

Köln: Boje 2008

www.boje-verlag.de

ISBN 978-3-414-82168-3
28 Seiten * 12,95 € * ab 04 Jahre

 

 

 

 

Adelbert – das ist eigentlich nur ein weißes Tuch mit drei Strichen, ein Paar roter Schuhe und eine rote Mütze sowie eine Umhängetasche. Aber Adelbert ist in Wirklichkeit ein Schlossgespenst! Am Ende des Buches wird er von Herrn Glorius, dem Zauberer im Schloss, feierlich anerkannt. Ein Buch mit einigen schönen Pop-Ups, gar nicht gruselig, dafür ziemlich lustig.

Schlossgeist

Wie es sich für eine Spukgeschichte gehört, ist die Grundfarbe Schwarz. Der Fußboden ist gelb, die großformatigen Bilder an den Wänden, die Adelbert während des Frühjahrsputzes abstaubt, haben je einen gelb-orange-farbenen Rahmen. Adelbert selbst ist ein weißes Tuch, rote Schuhe, rote Baseballmütze, eine Umhängetasche. Der Staubwedel verteilt wahrscheinlich mehr Staub als er aufnimmt, obwohl die kleinen Staub- / Sandkegel unter jedem Bild vorgaukeln, dass Adelbert tatsächlich „klar Schiff“ macht.

Ein guter Trick, um sein junges Alter zu demonstrieren: Obwohl Adelbert auf der kleinen Leiter steht, muss er sich auf die Fußspitzen stellen, damit er den oberen Rahmen erreicht.

In der Folge kommen eine Reihe von kleinen und innovativen Ideen, sodass Adelbert (mit unserer Hilfe) durch eine Wand gehen (Figur; Schlitz) und sogar schweben kann (Dank sei dem versteckten Magneten) und – als Krönung sozusagen – sich zugleich mit Glorius unsichtbar machen kann (wir ziehen beide aus den Streifen). Der eigentliche Witz folgt allerdings sowohl in der Geschichte als auch in der Darstellung ganz zum Schluss. Das darf hier allerdings und selbstverständlich nicht verraten werden.

Ein niedliches Buch, das mehrfach nachgelesen und –gespielt werden kann. Das Kostüm für das nächste Faschingsfest steht auch schon fest.

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en