Mi-Gyeong Kim & Geun-Jeong Lee:
Wie passt der Elefant ins Ei?

Die embryonale Entwicklung der Lebewesen
Aus dem Koreanischen von Hans-Jürgen Zaborowski

Frankfurt: Fischer Schatzinsel 2009

www.fischerschatzinsel.de

ISBN 978-3-596-85290-1
32 Seiten * 12,95 € * ab 03 Jahre

 

 

 

 

 

Na ja, „ins“ Ei passt der Elefant streng genommen gar nicht, aber entstanden „aus“ einem Ei ist er genauso wie die anderen Lebewesen. Das Sachbuch „für kleine Entdecker“ bringt erste Ordnungskriterien in die vielfältige Welt, die den Kindern zunächst völlig chaotisch und zufällig vorkommt.

Keimzelle des Lebens

Entweder schützt der eigene Körper das langsam wachsende Kind, das neue Lebewesen, oder es bedarf einer schützenden Hülle, zum Beispiel aus Kalk. Ansonsten sind Kinder in einer Welt des „Fressen und Gefressenwerden“ den Feinden schutzlos ausgeliefert. Da hilft zum Überleben dann nur noch die Masse: Tintenfische zum Beispiel legen auf einmal 300.000 bis 500.000 Eier. Wir unterscheiden also „Lebendgebärende“ wie Mensch, Löwe, Elefant und Maus von „eierlegenden Tieren“. Die erstgenannten brauchen anschließend die säugende Mutter, die anderen haben ihre Nahrung direkt dabei. Aus dem kleinen Keimfleck wächst das Küken, der Dotter hat alle Nährstoffe, den das Küken braucht. Der Rest ist Schutz oder hält den Dotter frei schwebend (Hagelschnüre).

 Der Mensch erhält nur zu Beginn eine eigene Doppelseite, ansonsten wird er eingebunden wie ein Tier unter Tieren. Gemeinsame werden auch gemeinsam behandelt, zunächst die Säugetiere, dann die Eierlegenden; den Wassertieren und Amphibien folgen noch einige (Staaten bildende) Insekten.

 Die Illustrationen sind einfach genug, dass sie auch Dreijährige gut verstehen können und nachhaltig genug, dass sie auch Abfolgen darstellen. Vom Ei in vier Schritten zum Frosch, vom Embryo (im silhouettenhaften Körper) in der Fruchtblase zum Baby, vom Ei auf dem Blatt in vier Schritten über die Raupe und Puppe zum Schmetterling. Die Parallelität zeigt, dass der Mensch Teil dieser wunderbaren Natur ist. Unausgesprochen steht auch dahinter, dass der Mensch nicht in den Ablauf der anderen herum“manipulieren“ darf.

 

Ein Buch, das überall auf der Welt selbst ohne Text zu verstehen ist.

 

Ulrich H. Baselau für den "Wittmunder BilderBuchBär"en